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Straßenumbenennung in Kempten: Kommission prüft belastete Straßennamen aus der NS-Zeit

Straßenumbenennung in Kempten: Kommission prüft belastete Straßennamen aus der NS-Zeit
In Kempten wurden 80 Straßennamen auf NS-Belastung geprüft. Die Kommission hat ihre Ergebnisse in drei Kategorien eingeteilt.
In Kempten hat die „Kommission für Erinnerungskultur“ 80 Straßennamen untersucht, die mit Personen aus der NS-Zeit in Verbindung stehen. Diese Namen wurden in drei Kategorien eingeteilt: unbedenklich, bedarf einer Einordnung und belastet. Zehn Namen wurden schnell von der Liste gestrichen, darunter die Geschwister Scholl. Die restlichen 70 Namen bleiben im Fokus der Diskussion, wobei die Kommission bei einigen eine Einordnung oder Umbenennung empfiehlt. Oberbürgermeister Thomas Kiechle hofft, die Ergebnisse noch in dieser Legislaturperiode dem Stadtrat präsentieren zu können. Der Bericht der Kommission wird zuerst dem Stadtrat vorgelegt, bevor die Öffentlichkeit informiert wird. Ein Zeitpunkt für die Veröffentlichung ist derzeit nicht bekannt. Die Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung der Kommissionsarbeit liegt beim künftigen Stadtrat, der nach den Kommunalwahlen im März 2026 gewählt wird. Die Debatte um die Umbenennung der Knussertstraße zeigt, wie emotional dieses Thema in Kempten ist.