17.06.2026 - 10:11 Uhr
Sozialwohnungsbau in Augsburg stockt - 11.000 Haushalte warten auf eine Wohnung

Es sieht düster aus für den sozialen Wohnungsbau in Augsburg. Die Wohnbaugruppe warnt, dass kaum noch geförderte Wohnungen entstehen. Nur 185 neue Einheiten bis 2030 – das ist viel zu wenig.
Die städtische Wohnbaugruppe in Augsburg sieht den sozialen Wohnungsbau vor großen Herausforderungen. Bis 2029/30 werden nur 185 neue Sozialwohnungen vom Freistaat gefördert, während viele bestehende Wohnungen ihre Sozialbindung verlieren. Dies führt zu einem Nettoverlust an bezahlbarem Wohnraum. Steigende Baukosten und knappe Fördermittel seit 2024 verschärfen die Lage. Die Warteliste der Wohnbaugruppe umfasst mittlerweile 11.000 Haushalte. Sozialbürgermeister Dirk Wurm berichtet, dass 2025 noch 28,2 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung standen, was für den Bau von 118 Wohnungen ausreichte. Für 2026 wird mit einem Rückgang auf 22,1 Millionen Euro gerechnet, was rund 46 Wohnungen weniger bedeutet. Die Förderkrise betrifft auch den privaten Wohnungsbau, da Bauträger größere Projekte ohne Fördermittel nicht umsetzen können. Die Stadt Augsburg arbeitet an neuen Konzepten, um Bauträgern den Bau auch ohne Fördergelder zu ermöglichen, darunter Mietendeckel und verbilligte Verkäufe an die städtische Wohnbaugruppe. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Wohnungsnot zu lindern, bleibt abzuwarten.
Foto: AdobeStock
Teile diesen Artikel: