29.06.2026 - 10:29 Uhr
Schwere Vorwürfe gegen Kinderheim in Immenstadt: Ermittlungen laufen wegen kalten Duschen

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen die Leitung und Mitarbeiter. Kinder sollen auf schockierende Weise behandelt worden sein.
In Immenstadt steht das „Haus Seenest“ im Mittelpunkt schwerer Misshandlungsvorwürfe. Die Kemptener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die ehemalige pädagogische Heimleiterin und drei weitere Mitarbeiterinnen der Therapie-Einrichtung. Kinder sollen Berichten zufolge mit Chili-Soße beschmiert und kalt abgeduscht worden sein. Diese und weitere Vorfälle führten zu einem Gerichtsbeschluss, der der Leiterin die Führung untersagt. Der Träger, die Himmelsstürmer Deutschland gGmbH, hat bisher keine Stellungnahme abgegeben und Insolvenz angemeldet. Auch der eng verbundene Verein Mission Freedom äußerte sich nicht. Die Katholische Jugendfürsorge Augsburg hat das Mietverhältnis fristlos gekündigt. Der Fachverband Traumapädagogik hat den Träger ausgeschlossen, während die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft andauern.
Foto: AdobeStock
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