27.04.2026 - 05:57 Uhr
Schummeln mit KI: Herausforderung für Augsburger Schulen - Anscheinsbeweis könnte entgegenwirken

Augsburgs Schulen im Kampf gegen KI-basiertes Schummeln. Lehrer und Schüler im Fokus neuer Betrugsmethoden und Chancen.
An den Schulen in Augsburg wird Schummeln mit künstlicher Intelligenz (KI) zu einer immer größeren Herausforderung. Während der klassische Spickzettel weiterhin existiert, setzen Schüler zunehmend auf moderne Technik wie Smartwatches oder Zweithandys, um in Prüfungen zu betrügen. Eine Umfrage des Bayerischen Philologenverbands zeigt, dass 85 Prozent der Lehrkräfte von solchen Vorfällen berichten. Dies stellt Lehrer vor die Aufgabe, nicht nur traditionelle Spickmethoden zu überwachen, sondern auch technische Hilfsmittel wie KI-Textmarker oder Taschenrechner mit Internetzugang. Michael Schwägerl vom Philologenverband betont die damit verbundenen ethischen Fragen. Schüler geben an, KI bereits genutzt zu haben, was zu einer neuen Form des Betrugs führt. Gleichzeitig eröffnen sich durch KI auch Chancen im Unterricht, etwa durch die Erstellung von Probeaufsätzen. Das Kultusministerium reagiert mit dem Anscheinsbeweis, der es erlaubt, Schüler im Nachhinein zu befragen, wenn ihre Leistungen verdächtig gut erscheinen. Stephan Hildensperger, Schulleiter am Holbein-Gymnasium, berichtet von Fällen, bei denen Schüler durch diese Methode entlarvt wurden.
Foto: Pixabay
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