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Klare Kante: Chappell Roan trennt sich von Agnetur nach Epstein-Enthüllungen

Klare Kante: Chappell Roan trennt sich von Agnetur nach Epstein-Enthüllungen
Nachdem die Talentagentur Wasserman in Verbindung mit den Epstein-Files steht, beendet Sängerin Chappell Roan die Zusammenarbeit
Konsequenter Schritt mit Signalwirkung. Chappell Roan hat ihre Zusammenarbeit mit der renommierten Talentagentur Wasserman beendet. Der Grund: CEO Casey Wasserman wird in den neu veröffentlichten Epstein-Dokumenten erwähnt. Für die 26-jährige Popkünstlerin ein klarer Punkt, an dem Schluss ist.

Statement mit Haltung

In einer schlichten Instagram-Story macht Chappell Roan ihre Entscheidung öffentlich. Sie wolle ihr Team schützen und Verantwortung übernehmen. Echte Veränderung in der Musikindustrie bedeute Rechenschaftspflicht. Keine Relativierung. Kein Wegducken.
Ihr Satz sitzt: Kein Artist, kein Agent, kein Crew-Mitglied solle jemals gezwungen sein, Handlungen zu verteidigen oder zu ignorieren, die den eigenen moralischen Werten widersprechen.

Der Auslöser: brisante E-Mails

Hintergrund sind E-Mails aus dem Jahr 2003 zwischen Casey Wasserman und Ghislaine Maxwell, die im Zuge der Epstein-Akten veröffentlicht wurden. Maxwell verbüßt aktuell eine 20-jährige Haftstrafe wegen der Rekrutierung minderjähriger Mädchen für Jeffrey Epstein.
Wasserman erklärte, er bedaure den damaligen Austausch zutiefst. Die Mails seien lange vor Bekanntwerden der Verbrechen entstanden, zudem habe es nie eine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu Epstein gegeben. Juristisch steht nichts im Raum – moralisch sehen viele Artists das anders.

Dominoeffekt in der Musikszene

Chappell Roan ist nicht allein. Auch Wednesday, Beach Bunny und Water From Your Eyes haben sich öffentlich von Wasserman distanziert. Die Begründung ist ähnlich: Die weitere Zusammenarbeit widerspreche den eigenen Werten.

Druck wächst – auch außerhalb der Musik

Zusätzliche Brisanz: Casey Wasserman ist Vorsitzender der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Nach den Enthüllungen werden die Forderungen nach seinem Rücktritt lauter. Auch Musikerin Bethany Cosentino (Best Coast) meldete sich mit einem offenen Brief zu Wort und fordert Konsequenzen.

Anzumerken ist: Casey Wasserman wurde von keinem Opfer beschuldigt. Die Nennung in den Akten bedeutet zunächst keine Straftat. Trotzdem zeigt die Reaktion der Artists – Transparenz und Haltung zählen mehr denn je.