24.10.2025 - 07:51 Uhr
B12-Ausbau im Allgäu geht Kostentechnisch durch die Decke - Bundesverkehrsministerium erklärt Hintergründe

Die Kosten für den Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe steigen von 265 auf fast 627 Millionen Euro: das Bauamt Kempten hält die Schätzung für zu hoch, Naturschützer fordern einen Stopp des Projekts.
Der Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Das Bundesverkehrsministerium hat die Kosten für das Projekt von ursprünglich 265,5 Millionen Euro auf 626,9 Millionen Euro angehoben. Besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen Marktoberdorf und Buchloe, dessen Kosten von 176,4 auf 471,1 Millionen Euro gestiegen sind. Das Staatliche Bauamt Kempten hält diese Summen für übertrieben und hatte im Dezember 2023 eine Summe von 350,7 Millionen Euro gemeldet. Das Ministerium erklärt die Differenz mit zusätzlichen Kosten für die Ertüchtigung der bestehenden Straße und steigenden Baupreisen. Diese zusätzlichen Maßnahmen schlagen mit 103 Millionen Euro zu Buche. Kritiker des Projekts, darunter der Bund Naturschutz, kritisieren den vierspurigen Ausbau als überdimensioniert und befürchten weitere Kostensteigerungen. Sie fordern deshalb einen sofortigen Stopp der Ausbaupläne.
Foto: Pixabay/Symbol
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