09.06.2026 - 08:37 Uhr
Ausländerzahl sinkt im Oberallgäu: Rückgang geht auf mehr Einbürgerungen und weniger Flüchtlinge zurück

Die Zahl der Ausländer im Oberallgäu ist im Vergleich zum Vorjahr um fast drei Prozent gesunken. Insgesamt leben jetzt 16.881 Ausländer im Landkreis.
Die Zahl der Ausländer im Oberallgäu hat sich im vergangenen Jahr um fast drei Prozent reduziert. Dieser Rückgang ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: eine gestiegene Zahl an Einbürgerungen und weniger neu zugewiesene Geflüchtete. Im Vergleich zum Vorjahr leben nun 16.881 Ausländer in der Region. Die Zahl der Einbürgerungen ist nach einer Gesetzesänderung gestiegen, rund 900 Personen erhielten in den letzten zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft. Gleichzeitig wurden dem Landkreis Oberallgäu im Jahr 2026 deutlich weniger Geflüchtete zugewiesen, was die Auslastung der Unterkünfte von über 90 auf etwa 73 Prozent verringerte. Insgesamt sind 1590 Asylbewerber und Flüchtlinge in den Unterkünften des Landkreises untergebracht. Trotz 60 abgelehnter Asylanträge und 16 Abschiebungen verbleiben viele Menschen aufgrund von Abschiebehindernissen im Landkreis. Die zentrale Ausländerbehörde übernimmt die Verwaltung von 200 weiteren ausreisepflichtigen Personen, um eine schnellere Rückführung zu ermöglichen.
Foto: AdobeStock
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