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Ärger um Ed Sheeran: Mehrere Vorbands verlassen seine Tour

Ärger um Ed Sheeran: Mehrere Vorbands verlassen seine Tour
Nach dem Aus von Macklemore ziehen vier weitere Acts Konsequenzen – Ed Sheeran äußert sich zum Streit um politische Botschaften auf seiner Tour.
Bei Ed Sheerans aktueller Tour gibt es immer mehr Ärger hinter den Kulissen. Nachdem Rapper Macklemore aus dem Vorprogramm gestrichen wurde, haben nun vier weitere Acts angekündigt, nicht mehr bei der Tour auftreten zu wollen. Darunter ist auch Finneas, der Bruder von Billie Eilish.

Neben Finneas haben der irische Sänger Aaron Rowe, die dänische Band Lukas Graham und die irische Gruppe Beoga ihre Teilnahme abgesagt. Sie reagieren damit auf das Aus von Macklemore und zeigen sich solidarisch mit dem Rapper.

Darum geht es bei dem Streit
Macklemore hatte bei seinen Auftritten wiederholt öffentlich seine Unterstützung für Palästina zum Ausdruck gebracht. Laut Medienberichten sagte er unter anderem, einer der Gründe für seine Teilnahme an der Tour sei die Möglichkeit gewesen, in großen Stadien in den USA die Worte „Free Palestine“ zu sagen.

Daraufhin hatte es Kritik und Forderungen gegeben, Macklemore aus dem Vorprogramm zu nehmen. Schließlich teilte der Rapper mit, dass er nicht länger Teil der Ed-Sheeran-Tour sein werde.

Diese Entscheidung sorgt nun auch bei anderen Künstlern für Kritik. Finneas erklärte, Künstlern dürfe nicht der Mund verboten werden, wenn sie sich für Menschen einsetzen, die sie als unterdrückt ansehen. Auch Lukas-Graham-Sänger Lukas Forchhammer begründete seinen Rückzug damit, dass Künstler über das Leid von Kindern sprechen dürfen müssten – unabhängig davon, wo diese leben.

Ed Sheeran äußert sich zum Tour-Streit
Ed Sheeran selbst hat inzwischen Stellung bezogen und betont, dass nicht er persönlich über Macklemores Aus entschieden habe. Die Entscheidung sei vom Tourveranstalter getroffen worden. Nach eigener Aussage habe Sheeran versucht, gemeinsam mit Veranstaltern, Verantwortlichen der Spielstätten und Aktivisten eine Lösung zu finden – allerdings ohne Erfolg.

Zum Nahostkonflikt erklärte der Sänger, dass ihn das Leid auf beiden Seiten entsetze. Gleichzeitig habe er sich bewusst dafür entschieden, seine Konzerte nicht für politische Meinungsäußerungen zu nutzen. Unter seinen Fans seien schließlich auch viele junge Menschen und Kinder. Für sie wolle er mit seinen Shows einen Ort schaffen, an dem sie für einige Stunden abschalten können.