Von: Dino Ganic
26.06.2020 - 13:43 Uhr

Fake-Shops erkennen

Immer mehr Menschen fallen beim Onlineshoppen auf sie rein: „Fake-Shops“! Betrüger locken durch Schnäppchen auf ihre oft legitim-wirkenden Internetseiten. Ein hübsches Overlay mit Bildern, Impressum mit Adresse und mehrere positive Einkaufsbewertungen – was soll da schon schiefgehen? Bevor man sich versieht sind Klamotten, Elektrogeräte oder Möbel im Wert von mehreren 100€ bestellt, die aber – wer hätte es gedacht – nie zuhause ankommen. Manche haben Glück und bemerken den Fehler rechtzeitig, Andere sehen ihr Geld nie wieder…

Doch woran erkenne ich Fake-Shops, wenn diese schon so professionell gestaltet sind?!

Expertin zu dem Thema ist Lisa Brack, Leiterin des Reporter Teams bei CHIP Online in München. Für euch hat sie die wichtigsten Tipps:

Hier die Top-Anzeichen dafür, dass du dich auf der Seite eines Fake-Shops befindest:
  • Der Preis ist eine ganze Ecke günstiger als der niedrigste Preis auf einem Preisvergleichs-Portal (ca. 10% bis 20% oder mehr). Die Preisvergleiche listen solche Fake-Shops in der Regel auch nicht auf, weil diese immer nur kurzfristig aufpoppen und dann irgendwann wieder verschwinden.
  • Auf dem Einkaufs-Button steht "Bestellen". Klingt komisch, tatsächlich muss es aber rein rechtlich "zahlungspflichtig bestellen" heißen. 
  • Die Adresse im Impressum ist auf Google Maps und Co. nicht auffindbar oder wirkt dubios. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Shops in irgendeinem Gewerbegebiet oder Wohngebiet nur Briefkastenfirmen sind. Über Google Street-View kann man auch mal einen Blick auf die Gebäude werfen und somit beurteilen, ob darin ein Shop sitzen kann oder nicht.
  • Der Shop hat keinen Social-Media-Account. Wenn man auf Instagram oder Facebook kein aktives Profil von dem Laden findet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Pop-Up-Shop ist, auch sehr hoch!
  • Das Sortiment beschränkt sich auf eine einzige Kategorie. Zum Beispiel bietet der Shop nur Klimaanlagen an und keine Ventilatoren oder andere elektronische Geräte.
  • Vorsicht bei "Möchtegern" Siegeln! Hinterfragt die angeblichen Qualitätshinweise auf der Startseite. Auch Siegel können selbst gestaltet und absolut fake sein. Wenn kein Link mit einer seriösen Seite verlinkt ist (z.B. mit dem TÜV), ist das sehr verdächtig.
Wir hoffen, nach diesen Tipps lasst ihr euch nicht mehr abzocken und erkennt die Internet-Betrüger. Falls ihr euch doch noch nicht ganz sicher seid, hat CHIP eine Auflistung von fiesen Fake-Shops parat. Hier der Link zum Artikel: https://t1p.de/bt9n

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