Von: Marc Hofmann
19.02.2020 - 00:00 Uhr

Weiberfasching - Die Geschichte des Krawattenabschneidens


  1. Was ist Weiberfasching überhaupt?
 
Weiberfasching kennt man unter vielen Namen, wie zB. „Altweiberfasching“, „Schmotzigen Donnerstag“ oder „Weiber Fastnacht“
und ist immer am Donnerstag vor dem Aschermittwoch und beginnt um 11:11 Uhr.

  1. Woher kommt der eigentlich?
 
Weiberfasching stammt aus dem Mittelalter (in Augsburg übrigens seit dem 14. Jahrhundert), als Frauen Männern noch stark untergeordnet waren.
An diesem Tag lehnten sich die Wäscherinnen und Bleicherinnen gemeinsam gegen starke körperliche Arbeit für wenig Lohn und ihre Unterdrückung durch übergeordnete Männer auf.
Dazu nutzen sie die gute Stimmung des Karnevals in Köln und trafen sich heimlich, um ihre täglichen Sorgen und Probleme zu tratschen.

  1. Was macht man heute am „glumperten Donnerschdog“?
 
Am Tag vor dem Rußigen Freitag ist ja nicht nur der offizielle Beginn des Straßenkarnevals, viele kennen ja bereits auch das typische „Krawattenabschneiden“ an diesem Tag:
Um den Männern symbolisch einen Teil ihrer Macht zu stehlen und selbst die Herrschaft zu übernehmen, verkleiden und maskieren sich die Frauen und stürmen sämtliche Rathäuser und Regierungen.
Heute ist es „erlaubt“: Die Frauen belästigen die Männer, schneiden ihnen die Krawatten ab und lassen auch mal so richtig die Sau raus.

Also an alle Damen da draußen: es ist der Tag für eine Kneipentour!

Und an alle Herren der Schöpfung, wer keine Lust auf halbe Sachen und halbe Krawatten hat, kann ja heute einfach mal die alte Krawatte oder Fliege auspacken oder es mal ganz „natural“ mit T-Shirt oder Pulli probieren.
Denn heute geben wir mal nichts auf Regeln und Konventionen und machen die Gassen und Pubs unsicher!


Fröhlichen und verrückten Donnerstag an alle!