Von: Alex Woldrich
12.11.2018 - 15:15 Uhr

Männerschnupfen

Phänomen Männerschnupfen

Es fühlt sich an wie eine Nahtod-Erfahrung und zwingt selbst den stärksten Mann in die Knie: Grippe!
Sie röcheln, stöhnen und jammern wenn sie mal so richtig die Nase voll haben. Keiner leidet so theatralisch wie Männer beim Fußball und in der Erkältungszeit.

Aber amerikanische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass da auch wirklich etwas Wahres dran ist. Die Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health haben nämlich in ihrer Untersuchung deutliche Hinweise entdeckt, dass Frauen besser vor Grippe geschützt sind als Männer!

Laut US-Forschern schützt das weibliche Hormon Östrogen vor Grippeviren

Die Zellen der Nasenschleimhaut reagieren besonders empfindlich auf Influenza-A.-Viren. Bei Frauen haben die Zellen aber einen natürlichen Schutz vor den Grippe-Viren! Grund dafür ist laut Forschern das weibliche Geschlechtshormon Östrogen: Die Zellkulturen aus weiblichen Nasenschleimhaut-Zellen zeigten deutlich geringere Konzentrationen an Grippeviren nach einer Infektion. Je mehr Zellen sich schützen können, desto weniger kann sich der Virus vermehren und desto schwächer ist die Infektion. Männer haben diesen hormonellen Zellschutz nicht, weshalb Männer gefühlt deutlich mehr unter einem Schnupfen leiden.

Aber Männer müssen jetzt keine weiblichen Hormone als Grippevorbeugung nehmen – der Trick funktioniert nämlich sowieso nur bei Frauen. Die Forscher zeigten, dass Männern die Rezeptoren der Nasenschleimhaut-Zellen für östrogen-ähnliche Stoffe fehlen.

Also bedroht die Männer-Grippe weiterhin das Leben der Männerwelt…