Von: Julia Herbst
05.03.2018 - 14:00 Uhr

Der Oscar 2018

Highlights, Tops & Flops und Infos zum neidisch werden

In Hollywood wurden am Sonntag zum 90. Mal die Oscars verliehen. Topfavorit war die Fantasy-Romanze "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers", die für 13 Auszeichnungen nominiert war. Ebenso gehörte der Kriegsfilm "Dunkirk" mit acht Nominierungen und die bitterböse Kleinstadtsatire "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" mit sieben Nominierungen zum engeren Favoritenkreis.

Der Talkshow-Gastgeber und Komiker Jimmy Kimmel moderiert die Preis-Gala zum zweiten Mal. Mit "Grüße aus Hollywood an alle Zuschauer weltweit", begrüßt er die Zuschauer. "Wenn ihr dieses Jahr euren Namen hört, steht nicht direkt auf. Gebt uns ein bisschen Zeit", scherzt er und spielt damit auf die Panne vom vergangenen Jahr an, bei der ein falscher Sieger vorgelesen wurde.
Wer heute die kürzeste Rede hält, gewinnt einen Jetsky, verspricht Jimmy Kimmel. "Warum sollte man Zeit darauf verschwenden, seiner Mutter zu danken, wenn man sie auf dem Jetsky ausfahren könnte", scherzt er. Da hatte wohl jemand keinen Bock auf minutenlange Dankesreden mit unzähligen Aufzählungen der Film-Crew, Freunde, des Partners und Familienmitglieder.


Bester Film
Großer Gewinner des Abends ist das Fantasy-Märchen "Shape of Water" - der Film wurde von der Jury mit insgesamt vier Preisen ausgezeichnet: Bester Film, Beste Regie, Beste Filmmusik und Bestes Produktions-Design.

Filminhalt:
Nach einer traumatischen Erfahrung in der Kindheit hat Elisa (Sally Hawkins) ihre Sprache verloren. Sie arbeitet als Putzkraft in einem Geheimlabor der amerikanischen Regierung. Während des Kalten Krieges werden hier schreckliche Experimente durchgeführt. Gemeinsam mit Kollegin Zelda (Octavia Spencer) macht Elisa eine erschütternde Entdeckung: In einem Tank wird ein Amphibienmensch (Doug Jones) festgehalten. Dieser soll als Waffe eingesetzt werden um den kalten Krieg zu gewinnen. Doch das humanoide Wesen hat Gefühle und baut eine romantische Beziehung zu der Putzfrau Elisa auf. Monster oder fühlendes Wesen? Elisa sieht etwas Gutes in dem Wassermann, will ihn befreien und setzt dabei ihr Leben aufs Spiel.

Beste Hauptdarstellerin
Frances McDormand bekam den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Sie wurde für ihre Rolle in der Tragikomödie "Three Billboards outside Ebbing, Missouri" ausgezeichnet. Es ist der zweite Oscar für die 60-Jährige. 

Filminhalt: 
Die Tochter von Mildred Hayes (Frances McDormand) wurde vergewaltigt und ermordet. Doch in dem Fall tut sich nichts und so beschließt Mildred der Polizei Feuer unterm Hintern zu machen. Sie lässt an der Straße, die in ihren Heimatort Ebbing, Missouri führt, drei Werbetafeln mit provokanten Sprüchen aufstellen, die sich an Polizeichef richten. Klar, dass die Situation nicht lange friedlich bleibt und so eskaliert die Lage.

Bester Hauptdarsteller
Als bester männlicher Darsteller wurde Gary Oldman gekürt. Der 59-jährige Brite übernahm die Rolle als Winston Churchill in dem Historiendrama "Die dunkelste Stunde". In seiner Dankesrede wandte sich Oldman an seine Mutter: Sie solle schon mal das Teewasser aufsetzen, er bringe Oscar heim.

Filminhalt: 
Erst kurze Zeit im Amt, steht der neue britische Premierminister 1940 vor einer Mammutaufgabe, denn nach dem Debakel von Dünkirchen werden Rufe laut, einen Frieden mit Adolf Hitler zu verhandeln. Er muss sich gegenüber seiner eigenen Partei und dem skeptischen König George VI. durchsetzen und seine Nation vereinen. Wird es ihm gelingen, das Land durch die dunkelste Stunde zu führen?


Tops und Flops auf dem roten Teppich:

Unglaublich, aber die Frau ist 80 Jahre alt! Jane Fonda erntete für ihren Auftritt im schlichten, figurbetonten Kleid mit langen Ärmeln und Schulterpolstern Lobeshymnen. 
Ebenso ist die wunderschöne Emily Blunt zu erwähnen, die romantisch in Pastell und Chiffon über den Teppich schritt. 
Nicht zu vergessen Jennifer Lawrence, die nicht nur durch ihr Glitzerkleid und der Löwenmähne alle Blicke auf sich zog. Die Schauspielerin war 2018 nicht nominiert und hatte so genügend Zeit sich den wesentlichen Dingen des Abends zu widmen: Ihrer besten Freundin Emma Stone und reichlich Wein.

Ein weiterer Hingucker, wenn auch skandalös, war Adam Rippon. Bitte wer? Das haben wir uns auch gefragt und den guten Mann erst einmal gegoogelt. Er ist amerikanischer Eiskunstläufer. Das erklärt auch die Auswahl seines Outfit. Er hatte wohl den Oscar mit der Premiere von Shades of Grey verwechselt – denn ein Bondage-Smoking ist auf dem roten Teppich nicht angebracht. 
Auch über das Outfit von Emma Stone wurde hitzig diskutiert. Sie erschien in einer Hosenkombination von Louis Vuitton. Klar, ein Hosenanzug ist um einiges bequemer als eine Abendrobe aber es sind die Oscars!


Was steckt in den 100.000 US-Dollar wertvollen Goodie Bag?

Jeder Nominierte will mit dem Oscar nach Hause gehen. Wer aber keinen abräumt, sollte nicht traurig sein. Denn jeder der 26. Nominierten der wichtigsten Kategorien wie etwa "Bester Hauptdarsteller" oder "Beste Regie", darf sich über eine der 100.000 US-Dollar (etwa 82.000 Euro) teuren Goodie Bags freuen. Doch was verbirgt sich eigentlich in den gehypten Taschen?

Neben essbarem Schokoladen-Schmuck, Achsel-Pads (um Schweißflecken zu verhindern) und Anti-Aging-Behandlungen mit 24 Karat Gold bekommen die Nominierten auch unzählig viele Reisen geschenkt. Ist ja nicht so als ob die Stars nicht genügend Geld hätten, um sich das alles selbst zu kaufen.  

Wir haben für euch mal die Highlights der Goodie Bag zusammengefasst:

-  Essbarer Schmuck der Marke "Chocolatines"  

-  Ein zwölftägiger Urlaub für zwei in Tansania  

-  Ein einwöchiger Urlaub für zwei im 5* Koloa Landing Resort auf Hawaii  

-  Ein Aufenthalt in einem Luxus Resort auf der griechischen Insel Chalkidiki (Preis für 16 Nächte: Knapp 8.000 Euro p.P. - in der Nebensaison)  

-  Ein einwöchiger Wellness-Aufenthalt im "Golden Door Luxury Resort & Spa" (Wert: 9.000 US-Dollar)  

-  Eine Spende im Wert von 10.000 US-Dollar, die der Beschenkte einer Tierhilfsorganisation seiner Wahl zukommen lassen darf 

-  Lebenslange Lieferungen einer sauerstoffspendenen Creme von Oxygenetix (Wert pro Creme: zwischen 66 und 76 US-Dollar)  

-  Zehn Stunden mit Promi-Personal-Trainer Alexis Seletzky 

(Wert: 900 US-Dollar pro Stunde)  

-  Abnehmpillen der Marke "Hydroxycut Organic" 

(mit 40 US-Dollar pro Packung vergleichsweise "billig")  

-  Anti-Aging-Behandlungen mit 24 Karat Gold

Und und und …


So wirst du „Sitzfüller“ bei Award Shows


Wer sich im Business einen Namen gemacht hat, wird immer Mal wieder zu Preisverleihungen wie den EMMYs, Grammys oder Oscars eingeladen, darf sich ein ganzes Wochenende lang verwöhnen lassen, besucht jede Party und versucht sich bei der eigentlichen Veranstaltung durchzusetzen und einen Award abzustauben. 

Doch nicht nur gefeierte Künstler werden eingeladen, auch wir haben die Chance, bei solchen Event einmal live dabei sein zu können. 
Wer sich bei diversen Gewinnspielen keine Karten hat sichern können, der konnte sich bei der Agentur “Seatfillers and More” bewerben und ein sogenannter “Sitzfüller” sein. 
Dabei muss der Auserwählte einen leeren Platz füllen, während der eigentliche Stargast seinen Preis auf der Bühne entgegennimmt, auf die Toilette oder zur Bar geht. 
Es sind zwar nur ein paar Minuten aber man hat die Chance mit Berühmtheiten in einer Reihe zu sitzen und wer kann das schon behaupten.


Für alle, die nicht die ganze Nacht wach bleiben konnten, im Video könnt ihr euch die Highlights der Verleihung reinziehen.
Das Video: