Von: Mirco Leier
15.03.2021 - 10:25 Uhr

Grammys 2021: Die Highlights

Alle Jahre wieder versammelt sich das Who-Is-Who der Musikwelt im Staples Center in Los Angeles für die Vergabe des weltweit wichtigsten Musikpreises, den Grammys. Doch wie so viele Veranstaltungen, musste auch die Preisverleihung dieses Jahr aufgrund der Pandemie zurückstecken und den Glamour auf Sparflamme schalten. Wo sonst Stars im Blitzlichtgewitter fleißig am Bussis verteilen sind, herrschte dieses Jahr eine fast schon klinische Distanz.

Weniger Gäste, mehr Abstand und Maksenpflicht: Das Hygeniekonzept der Grammys beraubte die Award-Show um ihren Bombast und Hollywood-Charme. Das wurde vor allem bei den Live-Auftritten von u.a. Dua Lipa, und Harry Styles offensichtlich, die auf fast leeren Bühnen vor einem fast leeren Publikum performten.

Billie Eilish bricht Rekord
Nichtsdestotrotz hielt die Show (wie eigentlich jedes Jahr) bei der Vergabe der heiß begehrten Grammofone einige mehr und einige weniger erfreuliche Überraschungen bereit. So brach Billie Eilish mit dem Gewinn des „Aufnahme des Jahres“-Grammys, nach ihrem letztjährigen Abstauber in den vier Hauptkategorien, gleich einen weiteren Rekord. Sie ist die jüngste Frau, der es gelang, diesen Grammys zwei Jahre nacheinander zu gewinnen.  Sie setzte sich gegen Beyonce, Post Malone, Megan Thee Stallion, Doja Cat, Dua Lipa, Black Pumas und DaBaby durch.
Sie selbst war von dem Gewinn fast schon peinlich berührt. „Das ist mir wirklich peinlich“, waren die ersten Worte der 19-jährigen als sie den Preis entgegennahm. In ihrer Rede hieß es weiter: „Megan, ich wollte eine Rede schreiben, wie sehr du dir das verdient hast, aber dann dachte ich mir ‘Nie im Leben werde ich gewinnen‘ […] Dein letztes Jahr war nicht mehr zu toppen, du bist eine Queen. […] Ganz im Ernst, du verdienst das hier.“ Megan Thee Stallion verließ den Abend jedoch nicht mit leeren Händen. Sie gewann zuvor die Grammys für „Beste Newcomer*in“, „Beste Rap Perfomance“ und „Bester Rap Song“.

Und noch ein Rekord!
Einen weiteren Rekord brach Beyonce, die unter anderem in den Kategorien „Bester R’n‘b-Song“ und „Bestes Musikvideo“ abräumte, und damit nun mit insgesamt 29 Grammys mehr Grammofone im Regal stehen hat als jede andere weibliche Musikern. Bei den Männern führt die Liste der ungarische Dirigent Georg Solti an, der 31 mal gewann.

Für eine weitere Überraschung sorgte die Sängerin H.E.R. die sich in der „Song des Jahres“-Kategorie mit ihrem Protest-Song „I Can’t Breathe“ u.a. gegen Dua Lipa, Billie Eilish und Beyonce durchsetzte. Auch die üblichen Verdächtigen hatten genug Grund zur Freude. Taylor Swift gewann „Album des Jahres“, Dua Lipa „Bestes Pop-Album“ und Harry Styles „Beste Solo Pop-Perfomance“.

Checkt hier die gesamte Gewinner-Liste der wichtigsten Kategorien:
Aufnahme des Jahres: Billie Eilish - „Everything I Wanted“
Song des Jahres: H.E.R. - „I Can’t Breathe“
Album des Jahres: Taylor Swift – Folklore
Beste Newcomer*in: Megan Thee Stallion
Beste Solo Pop-Perfomance: Harry Styles – Watermelon Sugar
Beste Duo Pop-Perfmance: Lady Gaga & Ariana Grande – „Rain On Me“
Bestes Pop-Album: Dua Lipa – Future Nostalgia
Beste Rock-Perfomance: Fiona Apple – „Shameika“
Bester Rock-Song: Brittany Howard – „Stay High“
Bestes Rock-Album: The Strokes – The New Abnormal
Bestes Alternative-Alum: Fiona Apple – Fetch The Bolt Cutters
Beste R’n’B-Perfomance: Beyonce – „Black Parade“
Bestes R’n’B-Album: John Legend – Bigger Love
Bestes Rap-Album: Nas – King’s Disease
Bester Rap-Song: Megan Thee Stallion feat. Beyonce – „Savage“
Beste Rap-Perfomance: Megan Thee Stallion feat. Beyonce – „Savage“
Beste Dance-Aufnahme: Kaytranada feat. Kali Uchus – „10%“
Bestes Dance-Album: Kaytranada – Bubba
Das Video: