Von: Alex Woldrich
13.01.2021 - 15:36 Uhr

FFP2 Maskenpflicht - Das müsst Ihr wissen

Ab Montag, 18. Januar, müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen FFP2-Masken getragen werden. 

Ministerpräsident Markus Söder verkündete am Dienstag, dass das Kabinett diese FFP2-Maskenpflicht beschlossen habe, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel zu erhöhen.

Was ist der Unterschied zu den normalen Masken?
FFP-Masken schützen nicht nur andere Menschen vor einer Corona-Infektion, sondern auch den Träger selbst. Sie sind sicherer als ein Mund-Nasen-Schutz aus Stoff, da sie einen Filter besitzen, der feinste Partikel aus der Luft auffangen kann. Es gibt die Kategorien 1 bis 3 - je höher die Zahl, desto besser der Schutz.
Während die erste Kategorie (einfache Masken aus Stoff/Einmalmasken) zum Beispiel gegen Feinstaub hilft, ist für einen effektiven Schutz vor Viren mindestens eine FFP2-Maske erforderlich. Diese müssen mindestens 94 Prozent der Aerosole aus der Luft filtern und gelten als sehr sicher. Im medizinischen Bereich sind sie schon länger vorgeschrieben - ungeschulte Träger hingegen können einiges falsch machen. Wir erklären, was beachtet werden sollte.

Wer muss diese Maske tragen?
Es gilt eine allgemeine Pflicht, Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind davon ausgeschlossen

Welche Masken sind zugelassen?
Schutzklasse FFP2 oder vergleichbare Klassen wie KN95

Darauf müsst Ihr achten
Die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) weist darauf hin, dass FFP2-Masken gut passen und dicht anliegen müssen. Schließlich sorgen Lücken dafür, dass doch ungefilterte Luft eingeatmet wird und der Schutz verloren geht. Männer müssen im Zweifel zum Rasierer greifen. Denn laut DGHM könne in vielen Fällen auch ein Bart verhindern, dass die Maske dicht anliegt.
Auf- und Absetzen der Maske: Davor und danach müssten immer die Hände desinfiziert werden. Sonst drohe "eine Selbstinfektion von möglicherweise auf der Außenseite befindlichen SARS-CoV-2-Viren."

Wie lange können die Masken getragen werden?
Durch den Filter fällt das Atmen schwerer, weswegen FFP2-Masken nicht lange getragen werden können. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt medizinischem Personal daher, nach maximal 75 Minuten eine halbstündige Pause einzulegen. Nach spätestens acht Stunden müssten die Masken ausgetauscht werden. Die meisten Experten empfehlen, FFP2-Masken nicht mehrere Tage zu tragen. In der Regel sind sie darauf ausgelegt, nur einmal verwendet zu werden. Sie sollten nicht gewaschen oder im Backofen sterilisiert werden, da dadurch der Filter beeinträchtigt wird. Das RKI rät aus diesem Grund auch davon ab, sie mit Desinfektionsmittel zu reinigen.

Wer bekommt vergünstigte Masken?
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Asthma bronchiale
  • chronische Herz- oder Niereninsuffizienz
  • zerebrovaskuläre Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankungen
Auch bei einer Risikoschwangerschaft, einer Therapie, die die Immunabwehr beeinträchtigen kann, und nach einer Organ- oder Stammzellentransplantation besteht Anspruch auf die Masken.

Bild: pixabay