Von: Alex Woldrich
11.01.2021 - 14:55 Uhr

Das sind die neuen WhatsApp Richtlinien

Ab Februar gelten bei WhatsApp neue Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien. Diese geben dem Mutter-Konzern Facebook noch mehr Macht. Stimmt man nicht zu, kann man WhatsApp bald nicht mehr nutzen. Wir haben die Facts für Euch zusammengefasst.

Seit einigen Tagen erhalten Userinnen und User von WhatsApp Pop-Up Nachrichten beim Öffnen des Messenger-Dienstes. Diese informieren über die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien. Wie du es eigentlich auch immer tust, kannst du einfach zustimmen und die App weiter nutzen, als wäre nichts passiert. Doch solltest du nicht zustimmen, kannst du die App ab dem 08. Februar 2021 nicht mehr nutzen.
Wer jetzt denkt, die Pop-Up Nachricht wäre ein Zeichen von hoher Transparenz, der irrt gewaltig. Denn WhatsApp ist dazu verpflichtet, seit der neuen Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union dürfen Apps nicht mehr einfach Grundlegendes in ihren Richtlinien ändern, ohne die Community davon zu informieren.

Was ändert sich für Euch?
In der alltäglichen Nutzung wird sich eher nichts verändern, zumindest nicht zum Schlechten. Die große Änderung bei den Richtlinien ist der Datenaustausch mit Facebook. WhatsApp wurde 2014 von Facebook aufgekauft, bereits zwei Jahre zuvor kaufte Facebook-Chef Mark Zuckerberg Instagram auf. Konkret bedeutet die Änderung mit dem Datenaustausch mit Facebook folgendes:

Facebook hat in Zukunft Zugriff auf...:
  • Eure Telefonnummer
  • Transaktionsdaten
  • Dienstleistungsbezogene Informationen
  • Interaktionen mit anderen Diensten
  • Informationen zu Eurem Mobilgerät
  • Eure IP-Adresse
Als Begründung für die Änderung wird eine Zusammenführung von WhatsApp und Facebook genannt, damit wir in Zukunft "eine einheitliche Erfahrung" haben. Eigentlich heißt das aber auch: Facebook wird noch mehr Daten von Euch abgreifen können, als ohnehin schon.

Können persönliche Nachrichten jetzt gelesen werden?
Die Antwort lautet Nein - und Ja! Reine Nachrichten sind nach wie vor Ende-zu-Ende verschlüsselt. Aber sobald du einen Link verschickst, sieht das Ganze schon anders aus, wie Eva-Maria Weiss vom Technik-Magazin Heise Online sagt: "In dem Moment, in dem ich über WhatsApp einen Link teile, wird der kurzfristig gespeichert und kann eingesehen werden."

Bild: pixabay