Von: Dino Ganic
06.10.2020 - 05:00 Uhr

Nudeln macht Freude

Heute ist Tag der Nudel 
Sind wir doch mal ehrlich, wir alle lieben Pasta. Aber wissen wir eigentlich wirklich, wie man sie richtig kocht? So leicht wie gedacht ist das nämlich gar nicht. Bei den ganzen Mythen, die es rund ums Nudelkochen gibt, weiß ja letztendlich keiner mehr so genau was wirklich stimmt. Wir haben nachgeforscht und klären auf. Alles nur ein Mythos oder ist da doch was dran?               

Man soll Öl ins Nudelwasser geben, damit die Nudeln nicht aneinanderkleben:                                         
                                                                                                                                             
Leider total sinnlos! Das Öl schwimmt an der Oberfläche des Wassers und berührt die Nudeln deshalb gar nicht. Sinnvoller ist es, einen kleinen Schuss Öl hinzuzugeben, sobald die Nudeln fertig sind.

Man braucht gar nicht so viel Wasser für die Pasta:                                                                                                                                                                                                                                    
Falsch! An dieser Stelle ist mehr wirklich mehr. Das Wasser verhindert, dass die Nudeln aneinanderkleben. Das heißt je mehr Wasser, desto weniger kleben die Nudeln. 

Pasta nach dem Kochen abschrecken:
Auf gar keinen Fall! Das Abschrecken kühlt die Nudeln nur unnötig ab und spült die Stärkeschicht weg, wodurch die Soße später nicht mehr an den Nudeln hängen bleibt. 

Die Nudeln an die Wand werfen, um zu schauen, ob sie durch sind:
Auch wenn das echt Spaß macht, bringt es leider gar nichts. Der Test zeigt nur, ob die Nudeln noch hart sind, aber nicht, ob sie ganz fertig sind.  An dieser Stelle hilft wirklich nur abschmecken und probieren.

Die Nudeln müssen immer wieder umgerührt werden:
Naja, das ist nicht ganz richtig. Es reicht aus, die Nudeln ganz am Anfang einmal umzurühren. Dadurch verhindert man, dass die Pasta am Boden ansetzt. Danach reicht genügend Wasser im Topf aus, damit die Nudeln nicht aneinanderkleben. 

Jede Soße passt zu jeder Nudel:
Das stimmt so überhaupt nicht. Es gibt sogar Nudelsorten, die extra für eine bestimme Soße gemacht wurden. Es ist wichtig die passende Soße zu jeder Nudelform zu finden, da der Halt der Soße an den Nudeln viel mit der Nudelform zu tun hat.

Das Salz kommt vor/nach dem Kochen ins Wasser, damit das Wasser schneller kocht: 
Völlig egal. Das Salz fördert weder das Kochen noch verlangsamt es den Vorgang. Normales Wasser siedet bei 100 Grad, Salzwasser bei gerade mal 2 Grad mehr.
ABER: Es ist trotzdem besser, das Salz erst später dazuzugeben, denn es schont den Topf.  Wird das kalte Wasser gesalzen, lösen sich die Salzkristalle schlechter auf und sinken ab. Das gibt dann unschöne Flecken auf dem Boden des Topfes. Im kochenden Wasser löst und verteilt sich das Salz dagegen schnell.         
    
Damit sind die größten Pasta- Mythen aufgelöst und das nächste Nudelkochen kann kommen. Frohes Nudeln!

photo by: pixabay