Von: Mirco Leier
07.08.2020 - 11:35 Uhr

Die 10 besten Videos des Halbjahres

Serienkiller, Drag Queens und jede Menge Wassermelonen: Wir haben für euch die 10 besten Videos des Halbjahres gesammelt.

2020 ist ein Jahr zum Vergessen. Wenn man nicht gerade im Home-Office versauert, wird man in einem fort von schlechten Nachrichten bombardiert. Da hilft es manchmal für ein paar Minuten all das zu vergessen und sich in den fiktiven Welten zu verlieren, die unsere Lieblingskünstler mit ihren Musikvideos schaffen.

Selena Gomez – "Rare"

Wie eine Feenkönigin schwebt Selena Gomez, im LSD-getünchten Video zu „Rare“, durch regenbogenfarbene Wälder und Wiesen. Mit einer Ästhetik, irgendwo zwischen den Gebrüdern Grimm und Instagram-Filtern, hat die Sängerin schon zu Jahresbeginn die Messlatte in Sachen Farbenvielfalt ziemlich hochgelegt.



Harry Styles – "Watermelon Sugar"

Habt ihr euch jemals gefragt, ob es diese Menschen aus Mathegleichungen, die Unmengen an Obst kaufen, wirklich gibt? Harry Styles liefert euch die Antwort. In vielzähliger weiblicher Begleitung vernascht der Sunny Boy hunderte Wassermelonen und räkelt sich in der brütenden Sommersonne. „This video is dedicated to touching“. Hach ja, Menschen anfassen, das was waren noch Zeiten.



Dua Lipa –"Break My Heart"

Vernebelte Straßen, Retro-Restaurants, Flugzeuge mit Teppichböden und jede Menge Pastellfarben: Dua Lipas „Break My Heart“-Video trieft nicht nur vor 80er-Nostalgie, sondern birgt auch genügend Outfits und Örtlichkeiten um 10 Musikvideos zu füllen. Die smoothen, kreativen Szenenwechsel sind dann die Kirsche auf der Throwback-Torte und machen den ohnehin unterhaltsamen Clip zu einem wahren Standout.



The Weeknd – "In Your Eyes"

Auch The Weeknd surft auf der Vintage-Welle. Rund um sein Album „After Hours“ spannt Abel Tesfaye ein vor allem visuelles Retro-Narrativ. Ein Mann fährt nach LA, verfällt dem Spiel und den Drogen und findet sich plötzlich in einer gewaltsamen, exzessiven Abwärtsspirale wieder. „In Your Eyes“ setzt den Schlusspunkt dieses Fiebertraums, der Mann hat Blut geleckt und komplett den Verstand verloren. Mordlustig verfolgt er eine namenslose Schönheit durch die Stadt und lauert ihr auf einer Party auf. Der in Neonfarben-getränkte Clip nimmt allerdings eine unvorhersehbare Wendung, von der ihr euch am besten selbst überraschen lasst.



Bad Bunny –"Yo Perrero Sola"

Der knallharte Reggaeton-Rambo Bad Bunny ist vielleicht der letzte Musiker, den man in Drag erwartet hätte. In seinem Video zu „Yo Perrero Sola“ (deutsch: „Sie twerkt allein“) schlüpft der Puerto Ricaner aber in gleich mehrere weibliche Rollen und singt aus der Perspektive einer Frau die sich selbstbewusst für ihre Unabhängigkeit und gegen sexuelle Gewalt einsetzt. Am Ende des Clips heißt es: „Wenn sie nicht tanzen will, respektiere sie, sie twerkt allein.“



Lady Gaga feat. Ariana Grande – "Rain On Me"

In futuristischen Outfits tanzen sich die beiden Megastars die Seele aus dem Leib, während der Sci-Fi-Backdrop im Regen versinkt: Pompöser wird Pop dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr. Wo Lady Gaga draufsteht, ist eben auch Lady Gaga drin.



Charli XCX – "forever"

Was macht man, wenn man ein Video drehen will, aber das eigene Haus nicht verlassen darf? Man holt seine Fans mit ins Boot. Charli XCX rief zum Release von „forever“ ihre Fans dazu auf, ihr Videos von den schönsten Momenten ihres Lebens zu schicken. Das Endergebnis: Hunde, Skateboards, Babys, bunte Farben und ganz viel Geknutsche.  



Benee feat. Gus Daperton – "Supalonely"

Vom allein Daheim Sitzen kann auch Benee ein Lied singen. Im Video zur „Supalonely“ gewährt sie uns einen kurzen Einblick in ihren pastellfarbenen Quarantäne-Alltag. Müsli Essen und in der Badewanne gammeln sahen noch nie so verlockend aus.  



J Balvin feat. Dua Lipa & Bad Bunny – "Un Dia (One Day)"

Mit auf eine Zeitreise nehmen uns J Balvin, Dua Lipa und Bad Bunny. Der größtenteils in Schwarz-Weis gehaltene Clip zu „Un Dia“ bietet wunderschöne Bilder und 80er Arthouse-Ästhetik. Menschen in Flammen, ein ominöses weißes Licht, wütende Schemen hinter Vorhängen: Im Kern erzählt das Video von einer Trennung, die traumhaften Metaphern, bleiben aber genau so vage und malerisch wie der begleitende Song, das Ergebnis ist ein Kunstwerk von einem Video.



Eminem feat. Juice WRLD – "Godzilla"

Wem das jetzt alles zu hochgestochen und artsy-fartsy ist, der dürfte an „Godzilla“ seine helle Freude haben. Eminem kehrt mit der posthumen Juice WRLD-Kollabo nämlich zu seinen animierten und spaßigen Wurzeln zurück. Im comichaften Video besäuft er sich mit Hennessy, kotzt Legos und bekommt von Miky Tyson eine auf die Zwölf. Am Schluss operiert er an sich selbst herum und rappt so schnell, dass sein Mundwerk mal eben ein Eigenleben entwickelt. Der normale Slim Shady-Wahnsinn eben.