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Kygo feat. X Ambassadors – Undeniable

Es ist schon ein wenig paradox, dass einer der größten Garanten für Gute Laune-Sommersongs aus dem eisigen Norden Skandinaviens kommt. Auch Kygos neue Single „Undeniable“ hat wenig mit den Minusgraden seiner norwegischen Heimatstadt Bergen gemein. In Kooperation mit den Rockern von den X Ambassadors zündet er nach „Love Me Now“ die nächste Tropical House Endorphin-Bombe. “I’ve always had an affinity for big-ass love songs but don’t often end up writing them. This one came together so organically und quickly“, kommentierte Ambassadors-Sänger Sam Nelson Harris die Kollaboration.

Adele – Easy On Me

Fast sechs Jahre mussten Fans auf ein neues Lebenszeichen von Adele warten. Die britische Sängerin hat sich der dem Erfolg ihrer ihres letzten Albums „25“ ziemlich rar gemacht. Nachdem allerdings bereits Anfangs Oktober erste kryptische Hinweise auf ein neues Album auftauchten, ging es nun ganz schnell. Es mag eine halbe Dekade vergangen sein, aber die Megastimme aus Großbritannien schmettert immer noch so leidenschaftlich Herzschmerz-Balladen, als wäre sie keinen Tag weggewesen. „Easy On Me“ ist melancholisch, emotional und wunderschön: Kurzum all das was man von einer Adele-Single hören will. Und als wären das nicht schon genug gute Nachrichten: “30“, Adeles viertes Studioalbum erscheint am 19. November.

Gestört aber Geil feat. SDP - Not Lonely

Draußen fallen zunehmend die Blätter von den Bäumen, das Wetter wird immer nasser und kälter und man verlässt immer weniger das Haus, da kann man sich ziemlich schnell ein bisschen einsam fühlen. Das Berliner Produzenten-Team haben genau dafür aber den passenden Muntermacher parat. “Du fühlst dich lonely, doch du bist nicht allein”: Zusammen mit dem Alleskönner-Duo SDP drehen sie Akons Ballade “Mr. Lonely” auf links und liefern mit “Not Lonely” die perfekte Dosis Gute Laune für einen verregneten Herbsttag. 

Gabry Ponte feat. Henri PFR - The Feeling

Auf “The Feeling” treffen mit Gabry Ponte und Henri PFR zwei der vielversprechendsten Produzenten-Talente Europas aufeinander und das Ergebnis ist erwartbare Pop-Magie. Der melancholische Ton des Songs, der davon handelt die andere Person nach dem Ende einer Beziehung nicht aufgeben zu wollen, wird von den beiden mit einer großen Portion 80er-Jahre Synth-Zucker übergossen. Getragen von einem subtil eingewobenen “Girls Just Wanna Have Fun”-Sample nimmt uns der verspätete Sommer-Hit mit in die Gefühls-Disco, pünktlich zur Wiedereröffnung der Clubs.

Doja Cat - Woman


Das Gott eine Frau ist, wissen wir spätestens seit Ariana Grandes Mega-Hit “God Is A Woman”. Doja Cat backt für ihre Empowerment-Hymne “Woman” etwas kleinere Brötchen, was dem Song allerdings keinen Abbruch tut. Begleitet von sommerlichen Reggaeton-Rythmen und karibischen Steeldrums huldigt die amerikanische Sängerin dem weiblichen Geschlecht und tritt dem Patriarchat gehörig in die Eier. Wie üblich für einen Doja Cat-Song kombiniert sie catchy Refrains, mit schönen Melodien und rundet das ganze mit einem schlagfertigen Rap-Verse ab.

Lil Nas X - That’s What I Want

Was Lil Nas X in den letzten Jahren geschafft hat, ist unglaublich. Mit allen Fingern am Puls der Zeit, einer bis dato unerhörten Social Media-Marketing Expertise und natürlich einem Hit nach dem nächsten, wurde aus einem viralen Cowboy-Meme, einer der größten Popstars unserer Zeit. Dieser rasante Aufstieg kulminierte nun am 15.09. in “Montero”, dem Debüt-Album des Amerikaners . Darauf zu finden: Seine neue Single “That’s What I Want”, die mit ihrem hymnischen Power-Refrain und kinoreifen Video mühelos an die bisherigen Erfolge des 22-jährigen anknüpft. “That’s What I Want” ist ein lautes, buntes und stockschwules Spektakel, dass einen Heidenspaß macht.

Felix Jaehn & Robin Schulz feat. Georgia Ku - I Got A Feeling

Die beiden Arbeitstiere Felix Jaehn und Robin Schulz gönnen sich auch 2021 keine Pausen. Nach ihrem gemeinsamen Hit “”One More Time” und Schulz’ Album “III”, reichen die beiden DJs passend zu den letzten Sonnenstrahlen des Sommers eine entspannte Chillout-Hymne nach. “I Got A Feeling” spielt einmal mehr zu den Stärken der beiden deutschen Produzenten. Die lebendigen Vocals des Sängerin Georgia Ku bouncen förmlich über den quirligen House-Beat, der die positive Selbstliebe-Message der Single effektiv unterstreicht. 

Doch damit nicht genug. Felix Jaehn tut es seinem Mitstreiter nämlich gleich und wird dieses Jahr ebenfalls noch ein Album veröffentlichen. Dieses trägt den Titel “Breathe”. Erscheinen soll es am 01. Oktober. Dann sind zwar wahrscheinlich auch die allerletzten Sonnenstrahlen verschwunden, aber bis dahin hat man mit “I Got A Feeling” den perfekten Soundtrack für eure Tagträume vom nächsten Urlaub unter Palmen.

Shawn Mendes feat. Tainy - Summer Of Love

Appropos unter Palmen: Dort tummelt sich Shawn Mendes schon seit geraumer Zeit. “Senorita”, der vor kurzem veröffentlichte “Kesi”-Remix und nun “Summer Of Love”: Der Mann haut so viele Sommer-Hits raus, dass man meinen könnte in seinen Adern fließt Sonnencreme. Sein neuester Streich ist in Zusammenarbeit mit dem Puerto Ricanischen Produzenten Tainy entstanden und klingt nach entspanntem Cocktail-schlürfen unter der viel zu heißen karibischen Sommer-Sonne. 


Über verspielt-elektronische Reggae-Rhythmen säuselt Shawn Mendes vom Sommer in dem er seine große Liebe Camila Cabello kennenlernte: “Meditation and tequila / Calling you my señorita/ Didn't know how much I need ya”. Er selbst sagt über den Song: “Ich hoffe dieser Song hilft Leuten sich frei zu fühlen, frei von der Last des Lebens. Wenn auch nur für einen kleinen Moment”.  

Joel Corey & Jax Jones feat. Charli XCX & Saweetie - Out Out

“Und dann tanzen wir!”, sang Stromae 2010 und brachte die ganze Welt zum Tanzen. 11 Jahre später und die Party ist immer noch nicht vorbei, zumindest wenn man Joel Corey und Jax Jones fragt. Die beiden haben sich nämlich die ikonische Saxophon-Melodie von “Alors On Danse” geschnappt und den Mega-Hit neu aufgelegt. Mit von der Partie sind Popstar Charli XCX, die dem Song mit ihrer Exzentrik eine ganz eigene Note aufdrückt und Rapperin Saweetie, die den Homerun mit einem souveränen Rap-Part perfekt macht. “Out Out” geht vom Ohr direkt in die Beine und macht genau da weiter wo Stromaes Ohrwurm aufgehört hat - Auf der Tanzfläche.

Kygo feat. Zoe Wees - Love Me Now

Kaum eine deutsche Newcomerin hat je binnen so kurzer Zeit solche Aufmerksamkeit generiert wie die Hamburgerin Zoe Wees. Nach der Aufnahme in das Up-Next Programm von Apple Music im April, folgt nun schon die nächste große internationale Kollaboration. Der norwegische Produzent Kygo der auch schon mit Ellie Goulding, Selena Gomez, OneRepublic, Zara Larsson und den Imagine Dragons arbeitete schnappte sich die 19-jährige für ein poppiges Duett, auf dem sich Zoe Wees in ungewohnt-fröhlichem Terrain wiederfindet.

Waren ihre größten Hits “Control” und “Girls Like Us” noch melancholische Slow-Jams, so macht ihr Kygo auf “Love Me Now” ganz schön Gute Laune-Feuer unterm Hintern. Das Wechselspiel zwischen Kygos Synthie-Feuerwerk und Zoes beeindruckenden Vocals funktioniert wunderbar. Nur der Inhalt bleibt ganz typisch für Zoe Wees eher reserviert und deprimierend. Sie singt von Einsamkeit, dem Wunsch nach Liebe und der Angst ihn nicht erfüllt zu bekommen.

Martin Garrix - Love Runs Out (feat. G-Eazy & Sasha Alex Sloan)

Das einzige was knapp einen Monat nach Ende der Europameisterschaft noch an das Turnier erinnert, sind die (immer noch wehenden) Italien-Flaggen vor der örtlichen Pizzeria und natürlich Martin Garrix Hymne “We Are The People”. Der niederländische DJ denkt allerdings nicht daran sich auf dem Erfolg der U2-Kollabo auszuruhen und schmiedet das Eisen solang es noch heiß ist. “Love Runs Out” heißt seine neue Nummer, deren Erfolg schon mit dem ersten Akkord vorprogrammiert scheint. 

Die Vocals stammen dieses mal nicht von einer eingesessenen Altherren-Legende wie Bono, sondern von der amerikanischen Newcomerin Sasha Alex Sloan. Unterstützung erhält sie von Rapper G-Eazy, der dem melancholischen Vibe des Breakup-Songs mit zwei souveränen Rap-Verses gegensteuert. Das Endprodukt ist eine Pop-Rap-Ballade, die zum Tagträumen einlädt, aber durch die Garrix-typischen Drops trotzdem genug Schmackes hat um dabei ausversehen nicht wirklich einzuschlafen.

The Weeknd - Take My Breath

Auf eine lange durchzechten Nacht folgen gewöhnlicherweise irgendwann die ersten Sonnenstrahlen und mit ihnen unausweichlich der Morgen danach. Auch Party-Monster The Weeknd scheint von dieser Regel nicht ausgeschlossen zu sein. Nach den “After Hours”, seinem letzten Album, soll nun “The Dawn”, der Sonnenaufgang, folgen. Der erste Vorbote verspricht allerdings keine Katerstimmung, sondern setzt die 80er-Revival-Party die mit Songs wie “Blinding Lights” den ganzen Globus zum Tanzen brachte, unirritiert fort. “Take My Breath” hätte nämlich auch  prima auf Abel Tesfayes letztes Album gepasst. Der Song groovt wie der Retro-Soundtrack eines cheesy Action-Krachers, in dem The Weeknd einzig mit Lederjacke und Sonnenbrille bewaffnet die Hauptrolle spielt.

Martin Jensen feat. Amber van Day & N.F.I. - Can’t Come To The Phone

Mit dem Wind von der Nico Santos-Kollabo “Running Back To You” startet Martin Jensen gerade erst so richtig durch. Sechs Singles hat er dieses Jahr schon veröffentlicht. Jede ein größerer Ohrwurm als die davor. Das gilt auch für seinen neuesten Geniestreich. In Zusammenarbeit mit dem Produktions-Talent N.F.I. und der Sängerin Amber Van Day entstand “Can’t Come To The Phone”. 
Wieso sie nicht ans Handy gehen kann? “Cause I’m high in a cab right now!”.

Da hat man auch schon triftige Gründe gehört aber immerhin ist sie ehrlich. Dem Song tut das ohnehin keinen Abbruch, denn Van Day ist das perfekte Match für Jensens gewohnt lebhaften und verspielten Produktions-Stil. 

Rudimental feat. Kareen Lomax - Jumper

Mit “Jumper” liefern die Jungs von Rudimental ihren nächsten Vorboten für “Ground Control”, ihrem fünften Album, dass am 03. September erscheint. Beginnt der Song noch als akustische Ballade, so verdoppelt er mit jeder Chorus-Wiederholung gefühlt seine BPM , bis am Ende die Gitarre sinnbildlich im Feuer liegt und alle Beteiligten fröhlich um es herumtanzen. Das ist nicht zuletzt auch den ansteckend-lockeren Vocals von Sängerin Kareen Lomax geschuldet, die sich wie ein heißer Kako in einer kalten Sommernacht in den Gehörgang kuschelt.