Von: Paula Rauschenberg
20.06.2017 - 12:50 Uhr

Eskalation im Nordkorea-Konflikt?!

Illegale Atombombentests, öffentliche Hinrichtungen menschenunwürdige Straflager: Kaum ein anderes Land sorgt international für so viel Aufregung wie Nordkorea. Der neueste Fall um den US-Amerikaner Otto Warmbier zeigt, wie gefährlich ein Aufenthalt in diesem Land unter der Diktatur Kim Jong-uns sein kann. Der Student reiste Ende 2015 nach Nordkorea und wurde dort wenige Tage später verhaftet. Der Vorwurf: Er habe ein Propaganda-Plakat aus seinem Hotel entfernt.
Was folgte, war ein offenbar erzwungener Auftritt des 22-Jährigen vor Gericht. Warmbier gestand hier seine Tat und gab an, Familie und Freunde hätten ihn zu dieser Untat angestiftet. Zudem appellierte er in seiner Aussage an die US-Regierung, sie solle niemanden dazu manipulieren, Verbrechen gegen fremde Länder zu begehen.
Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Kurz darauf fiel der Otto mit schweren Gehirnverletzungen, vermutlich verursacht durch Misshandlungen im Straflager, ins Koma.
Vor rund einer Woche konnte die US-Regierung endlich die Auslieferung des Studenten erwirken – doch die Rettung kam zu spät. Gestern um 14:20 Uhr Ortszeit stellten die Ärzte seinen Tod fest.
Die Lage zwischen Nordkorea und den USA war ohnehin bereits angespannt. Viele US-Amerikaner forderten einen Vergeltungsschlag gegen Nordkorea. Präsident Trump verkündete umgehend im Weißen Haus: „Es ist ein brutales Regime. Wir sind in der Lage damit umzugehen