Von: Marc Hofmann
06.02.2017 - 10:30 Uhr

Selbstdarstellung auf Instagram

Über 4 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Instagram, damit ist das soziale Netzwerk um einiges erfolgreicher als Twitter. 300 Millionen Nutzer weltweit, 70 Millionen Bilder werden jeden Tag hochgeladen und vor allem von der Community bewertet.

Meiner Meinung nach die schädlichste, böseste und kaputteste App zurzeit, denn sie macht süchtig nach „Stalking light“. Und sie zerstört das Glück durch seine permanente Verbildlichung.

Klar, es gibt auch Künstler oder Stars auf Instagram. Doch viele Bilder dort ähneln sich: Badezimmerspiegel-Selfies, Babybilder (was in meinen Augen überhaupt nicht geht da es die Privatsphäre des Kindes verletzt, weil man das Baby ja nicht fragen kann), halbnackte Mädchen die meistens erst 16-18 Jahre alt sind…lackierte und beringte Finger, Fotos von verhunzten Tattoos die dann leider auch noch gehypt werden, Bilder, die beweisen, dass man beim Sport war oder verreist ist oder ein schlaues Buch liest (UND dabei lackierte Fingernägel hat). Das Problem sind nicht die so häufig belächelten Filter, die man bei Instagram zur Auswahl hat, um der Fadheit des eigenen Lebens ein wenig Patina aufzutragen. Es sind die immer selben Inhalte, die uns sorgen sollten, weil sie zu einer Norm werden. Weil sie uns hetzen und verhöhnen. Ein subtiles Inhaltsdiktat, das für einige Nutzer - sie nennen sich meist Blogger - mittlerweile zum lukrativen Geschäft geworden ist. Andere nutzen es, um den Marktwert der Firma „Ich“ zu erhöhen, also sich selbst im vermeintlich besten Licht darzustellen.

Meist liegt es daran das die Personen Aufmerksamkeit bekommen wollen da in der Vergangenheit vieles schief gelaufen ist, Mobbing in der Schule, Vernachlässigung der Eltern oder nicht genug Selbstliebe.

Findet Euch lieber selbst wieder und lernt Euch zu lieben wie ihr seid. Jeder ist perfekt so wie er ist!

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