Von: Julian Mäurer
06.07.2016 - 07:00 Uhr

Facebook-Richtlinien per Kettenbrief widersprechen? Geht das?

Leider völliger Quatsch!

„wenns sogar im Radio kommt…“ das haben wir mittlerweile schon bei vielen Facebook-Freunden in der Statusmeldung gelesen, die versuchen durch das Posten eines Kettenbriefs den Facebook-Richtlinien zu wiedersprechen!
Wir sagen Euch warum das absolut gar nix bringt, Ihr könntet genauso gut ein süßes Katzenvideo posten, das hätte wahrscheinlich mehr Wirkung!

Seht hier! 
Kettenbrief rischdig

Diese Statusmeldung könnt Ihr Euch sparen!

Grund 1:
Paragraph 111 beschreibt die Aufforderung zu Straftaten. Also nix anderes, als das man niemanden zu Straftaten ansticheln darf. Hat absolut nichts mit Facebook zu tun!

Grund 2:
Paragraph 112 gibt es gar nicht mehr, der ist nämlich weggefallen!

Grund 3:
Paragraph 113 besagt, dass man keinen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte leisten darf!  Hat auch wieder nix mit Facebook zu tun!

Grund 4:
Es gibt gar keine neuen Facebook-Richtlinien
Facebook hat seine Richtlinien 2015 das letzte Mal geändert.  Prüfen kann man das ganz schnell einfach in die Einstellungen und auf Impressum/Nutzungsbedingungen klicken und dann im Menü auswählen „Hilfe und Unterstützung“.

Zusammenfassung: Der Kettenbrief ist absoluter Blödsinn und basiert auf keinerlei Rechtsgrundlage.
Wer bei Facebook angemeldet ist muss mit den Geschäftsbedingungen leben.
Wer das nicht kann, der muss sich halt einfach bei Facebook abmelden oder erst gar nicht anmelden.

Nochmal zum Nachhören: