Von: Julian Mäurer
23.05.2016 - 06:00 Uhr

Schockbilder auf Zigarettenschachteln

Schockbilder auf Zigarettenschachteln

Raucherbein, Lungenkrebs und Co. - Seit Freitag sind Tabakfirmen dazu verpflichtet Schockbilder auf Zigarettenschachteln zu drucken.
In einem Jahr dürfen dann keine Packungen ohne Bilder mehr verkauft werden.

Die Ekel-Bilder müssen laut Vorgabe 2/3 der Schachtel mit Bild und Text bedeckt sein. Insgesamt gibt es  42 verschiedene Motive. 14 davon kommen jetzt dann in den Umlauf.
Nach einem Jahr werden die Motive gewechselt damit die Raucher nicht abstumpfen.

Im Ausland gibt es schon in vielen Ländern die Bilder auf den Schachteln – die Bilder sollen vor allem Jugendliche vom Rauchen abhalten.

Diese Bilder kommen in Deutschland
rauchen 1
rauchen 2


Wer raucht und warum? 
Der typische Raucher in unserer Zeit ist jung, sozial benachteiligt und finanziell schlecht gestellt – und sehr oft weiblich. Männer suchen im Tabak meist Anregung.
Für Frauen ist das Rauchen dagegen ein Mittel gegen Stress, Ärger und Übergewicht.
Die höchsten Raucherinnenraten findet man in den Berufen Gastwirtin (45 Prozent), Altenpflegerin (36 Prozent), Kassenfachleute (35 Prozent), Raumpflegerin (35 Prozent), Krankenpflegehelferin (34 Prozent).

Die Rauchergesetze im Ausland:

IRLAND
In Irland gibt es seit dem 29. März 2004 ein generelles Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen und an allen Arbeitsplätzen, also auch in allen Kneipen und Restaurants.
 Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 3000 Euro.

Namibia zählt zu den Ländern mit den strengsten Gesetzgebungen zum Rauchverbot überhaupt. Dieses schließt folgende Regeln ein.
  •          komplettes Verbot jeglicher Art von Tabakwerbung und -sponsoring
  •          Gefahrenhinweise auf Tabak- bzw. Zigarettenpackungen
  •          Dreifache Gefahren- und Rauchverbotshinweise vor allen öffentlich zugänglichen Einrichtungen (Restaurants, Bars, Geschäfte, Einkaufszentren etc.)
  •          Verkauf an und Konsum durch unter 18-jährige verboten
  •          Verbot von Zigarettenautomaten
  •          Tabakkonsum ist an allen öffentlichen Plätzen sowie im Umkreis von drei Metern vor Fenstern, Türen und Ventilationseinlässen strengstens verboten
  •          Verbot von Tabakkonsum auch an öffentlichen Außenplätzen, sofern der Minister dieses anordnet
CHINA
Zum 1. Juni 2015 ist in Peking ein sehr striktes Anti-Raucher-Gesetz in Kraft getreten, das das Rauchen an öffentlichen Plätzen verbietet.
Kinder dürfen mit insgesamt drei Handzeichen Raucher darauf aufmerksam machen, dass sie beispielsweise mit dem Rauchen aufhören sollen.

ASIEN
In Singapur ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmittel usw. verboten und wird mit sehr hohen Geldstrafen geahndet. Wer seine Zigarette wegwirft muss mit einer Strafe von bis zu 1000 Dollar rechnen.

In Augsburg ist der Kö komplett an den Bahnsteigen rauchfrei. Damit den Menschen die Vorschrift nicht vergessen, hängen am Königsplatz zurzeit vermehrt Plakate mit der Aufschrift „Der Kö ist Nichtraucher“.

Die Nichtraucher-Zone gilt für das gesamte Haltestellen-Dreieck.

kö rauchfrei
Hinweis an den Bahnsteigen

 IMG 2798