Von: Paula Rauschenberg
20.07.2016 - 06:00 Uhr

Grill-Mythen

Bombenwetter in Augsburg und dem Fantasyland.... da wirft man doch gerne nach der Arbeit den Grill an und haut sich ein fettes Steak auf den Rost. Also, die Männer stehen am Grill, trinken Bier und fachsimpeln über Männersachen…. Die Frauen machen Salat.

So läuft wahrscheinlich bei rund 80 Prozent der Deutschen ein typischer Grillabend ab.

Zum Thema Grillen halten sich dennoch einige Mythen hartnäckig in der Gesellschaft.

Das Anzünden:
Pusten, blasen, fächeln – langes Anzünden gehört nun mal zum Holzkohlegrill.
Antwort: Nein, dazu gibt es sogenannte Anzündgrills, damit sind die Briketts schnell grillbereit. Die kleinen Stövchen gibt es schon ab 7.99 Euro bei Amazon.

Barbecue und Grillen sind das gleiche.

Nein, Gegrillt wird bei rund 250 Grad Celsius, beim Barbecue wird es nur rund 150 Grad heiß. Beim Grillen liegt das Fleisch direkt über der Kohle, beim Barbecue wird es vom heißen Rauch des Holzfeuers umgeben.
Typisch für BBQ sind die Spareribs die stundenlang bei mittlerer Hitze garen.

Bierdusche

Wenn das Grillgut mit Bier abgelöscht wird, schmeckt es noch besser.
Das ist Blödsinn. Das Bier tropft auf die Glut und reduziert schlagartig die Temperatur. Zudem wird die Asche aufgewirbelt, die sich auf dem Fleisch absetzten können.
Der Geschmack wird trotz Aufguss nicht verändert.

Nachbarn müssen sich mit meinem Grillabend einfach abfinden.

Falsch gedacht. Das Amtsgericht Bonn hat entschieden, dass auf einem Balkon oder einer Terrasse von April bis September nur einmal pro Monat gegrillt werden  darf.

Wozu eine Grillzange, ich hab‘ doch ne Gabel.

Nicht gut, durch das anpieksen tritt der Saft aus dem Fleisch und macht das Fleisch trocken.
Nur Würstchen dürfen angepiekst werden, weil sie danach nicht mehr so schnell aufplatzen.


Jetzt steht dem nächsten Grillabend nix mehr im Weg und Ihr könnt mit Eurem Wissen prahlen.