Von: Alexander Woldrich
20.05.2016 - 06:00 Uhr

Augsburg rüstet auf!

In Bayern besitzen rund 1,2 Millionen Menschen legal eine Waffe. Die Dunkelziffer ist jedoch weitaus größer. 
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es rund 20.000.000 Waffen, das würde bedeuten, dass fast jeder Vierte eine Waffe besitzt. 


Joachim Herrmann, Bayerns Innenminister findet die Entwicklung, dass immer mehr Menschen Gas-/Schreckschusspistolen kaufen, sehr besorgniserregend.

Auch in Augsburg kaufen immer mehr Menschen Gaspistolen. Bei den Pfeffersprays und CS-Gasen geht der Trend ebenfalls stark nach oben. Vorallem viele Frauen sind im Besitz von Pfefferspray um Angreifer im Notfall abwehren zu können. Als Grund geben viele an, sich nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln nicht mehr sicher zu fühlen. 

Bei dem Gebrauch von Pfefferspray warnt die Polizei jedoch davor, dass wenn es nicht rechtzeitig und gezielt eingesetzt wird, es schnell vom Angreifer gegen einen angewendet werden kann. Zudem kann beim Gebrauch Sprühnebel in die eigenen Augen kommen und man kann sich dadurch selbst außer Gefecht setzten. 

Um aus einer brenzligen Situation zu kommen, ist es gut einen Selbstverteidigungskurs zu machen.
Dieser hilft nicht nur, wenn es zum Angriff kommt, sondern auch um Selbstbewusster aufzutreten. 

Gaspistolen kann jeder kaufen der einen Kleinen Waffenschein besitzt, und den bekommt man relativ einfach. Die einzige Vorgabe ist, das man sich in der  Vergangenheit nichts zu Schulden kommen hat lassen. (Keine Vorstrafen etc.) 
Dennoch muss man wenn man eine solche Waffe besitzt auch bestimmte Regeln einhalten. 

Zum Beispiel darf man solche Gaspistolen zwar bei sich tragen, jedoch nicht in großen Menschenansammlungen (z.B Plärrer, Fußballspiele). 
Um mit diesen Waffen legal Umgang zu haben, muss eine behördliche Erlaubnis vorliegen. Dafür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  •   Volljährigkeit
  •   persönliche Zuverlässigkeit und  Eignung, d.h. der Besitzer darf z.B. nicht vorbestraft sein
  •   erforderliche Sachkenntnis, d.h. er muss mit der Waffe zweckmäßig umgehen können
  •   Abschluss einer Haftpflichtversicherung

Für die Polizei ist es jedoch schwer in Gefahrensituationen Schreckschusspistolen von echten Waffen unterscheiden zu können.

Das Waffenrecht
Grundsätzlich ist der Umgang mit Waffen erst ab 18 Jahren gestattet!

Ausnahme: Jugendliche ab 14 Jahren dürfen Reizstoffsprühgeräte, die ein amtliches Prüfzeichen tragen, z.B. Reizstoffsprühdosen, erlaubnisfrei erwerben, besitzen und in der Öffentlichkeit führen.

Erwerb und Besitz

Ohne Erlaubnis

  • Hieb- und Stoßwaffen (sofern nicht verboten)
  •  Armbrust
  • unbrauchbar gemachte Schusswaffen
  • Salutwaffen (auf Schreckschuss umgebaute Langwaffen mit Zulassungszeichen eines Beschussamtes)
  • Elektroschockgeräte mit Prüfzeichen
  • Reizstoffsprühgeräte mit Prüfzeichen (z.B CS-Gas oder Pfefferspray)
  • Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit Prüfzeichen
  • Zur Tierabwehr bestimmte Pfeffersprays unterliegen keinerlei waffenrechtlichen Bestimmungen.