Urteil für suizidalen Falschfahrer

Von: Bettina Fath
27.10.2017 - 11:04 Uhr
Landkreis Donau-Ries

Ein 51-jähriger Mann wollte sich umbringen und baute als Falschfahrer einen Unfall, bei dem er zwei andere Menschen verletzte. Jetzt ist er verurteilt worden.

Der Autofahrer, der Ende vergangenen Jahres nachts auf der Landstraße zwischen Mertingen und Lauterbach wegen persönlicher Probleme absichtlich in den Gegenverkehr lenkte und dadurch auch zwei andere Menschen verletzte, ist zu eineinhalb Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der 51-Jährige für zwei Jahre den Führerschein abgeben.
Der Mann, der schon länger an Depressionen litt, hatte sich vor der Horrorfahrt mit 1,5 Liter Schnaps betrunken und setzte sich dann ins Auto. Laut eigener Aussage wollte er das Auto eigentlich gegen einen Baum steuern, lenkte dann aber doch in den Gegenverkehr. Der schnellen Reaktion des 37-jährigen Fahrers des anderen Wagens ist es wohl zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Er wich etwas nach rechts aus und verhinderte dadurch einen Frontalzusammenstoß. Zum Crash kam es dennoch. Der Wagen der Opfer überschlug sich, rutschte eine Böschung hinunter und landete in einem Acker.
Wie durch ein Wunder wurden der 37-Jährige und seine 34-jährige Partnerin nur leicht verletzt. In Behandlung ist der Fahrer heute noch. Beide Opfer erklärten vor Gericht, dass sie das Geschehen psychisch immer noch nicht verarbeitet haben.