Mann soll Ex-Freundin zu Tode geprügelt haben

Von: Bettina Fath
27.06.2017 - 07:03 Uhr
Augsburg

Am Augsburger Landgericht geht es ab heute um Mord – Mord aus offenbar "absolutem Vernichtungswillen", wie es in der Anklageschrift heißt.

Update vom 1. Prozesstag:
Zum Prozessauftakt vor dem Augsburger Landgericht (27.06.17) hat der 32-jähriger polnischer Gastarbeiter zugegeben, seine Freundin im vergangenen Oktober gefoltert und verprügelt zu haben. Sie habe ihn jedoch zuerst gegen den Kopf geschlagen. Daraufhin habe er dann die Kontrolle verloren. Ihren Tod hatte er laut eigener Aussage aber nicht gewollt. Die Staatsanwaltschaft hingegen spricht von „absolutem Vernichtungswillen“.

Es ist der Fall um die in Großaitingen zu Tode geprügelten Frau aus Polen: Der 33-Jährigen waren Ende Oktober vergangenen Jahres in einer Arbeiterunterkunft so schwere Verletzungen zugefügt worden, dass sie wenig später im Bobinger Krankenhaus starb. Dorthin gebracht hatte sie ihr ehemaliger Lebensgefährte. Der 32-jährige polnische Gastarbeiter ist der Tatverdächtige. Als Motiv sieht die Anklage grundlose übersteigerte Eifersucht.