Seltene Pflanzen gegen Flüchtlingsunterkunft

Von: Markus Heffner
15.01.2016 - 12:28 Uhr
Augsburg
Naturschützer schlagen Alarm: Die Augsburger Flugplatzheide in Haunstetten soll für eine vom Freistaat Bayern geplante Flüchtlingswohnungen weichen. Der Protest wird bei der Regierung von Schwaben landen. 

Beim Thema Neubau von Flüchtlingswohnungen werden die Naturschützer auf den Plan gerufen. Südlich von der Universität auf der Flugplatzheide soll eine dauerhafte Bleibe für Asylbewerber geschaffen werden. Weil aber auf der Heide seltene Pflanzen wachsen, die von großer ökologischer Bedeutung sein sollen, befürchtet der Naturwissenschaftliche Verein in Augsburg, dass einigen Arten somit das Aus droht. Immerhin sind dort 85 Pflanzenarten nachgewiesen, die auf der Roten Liste in Bayern stehen. Der dortigen Pflanzenwelt steht aber die Flüchtlingsproblematik gegenüber und Augsburg hat zurzeit kaum geeigneten Baugrund für solche Projekte, heißt es. Die städtische Naturschutzbehörde wird sich dennoch kritisch an die Regierung von Schwaben wenden, denn diese ist zuständig die Argumente dafür oder gegen die Planungen des Freistaat Bayerns dort Wohnungen für Flüchtlinge zu bauen.