Von: Nick am Nachmittag
06.10.2017 - 09:00 Uhr

Der erhoffte Lichtblick

Die Augsburger Panther haben nach vier Pleiten in Folge wieder einen Sieg feiern können. Im 600. DEL-Spiel von Kapitän Steffen Tölzer gaben die Panther in den letzten dreieinhalb Minuten allerdings ein 2:0 nach Treffern von David Stieler (41.) und Evan Trupp (57.) noch aus der Hand. Im Penaltyschießen sicherte Mark Cundari aber mit dem entscheidenden Penalty den verdienten 3:2-Sieg gegen die Grizzlys. Bei den Gästen trafen in der Schlussphase Sebastian Furchner (58.) und Brent Aubin (59.).

Detsch gibt Saisondebüt - Boutin wieder im Tor

Mike Stewart musste gegen Wolfsburg weiter auf Derek Dinger und Drew LeBlanc verzichten. Zudem rückte Hans Detsch für Alexander Thiel in die Mannschaft. Im Tor durfte erneut Jonathan Boutin von Beginn an ran. Und der Panthergoalie und seine Vorderleute wollten sich für die unglaubliche 3:5-Schlappe gegen Schwenningen rehabilitieren. 

Der Panthergoalie war früh bei einem Versuch von Christoph Höhenleitner stark mit der Schulter zur Stelle und verhinderte den Rückstand (3.). In der Folge diktierten aber die Hausherren das Geschehen. Über fünf Minuten lang durften die Gatsgeber in Überzahl agieren. 

28 Sekunden davon hatte der AEV sogar zwei Mann mehr auf dem Eis, aber ein Tor wollte nicht fallen. An Möglichkeiten mangelte es allerdings nicht. David Stieler (7.), Gabe Guentzel (8.) und Brady Lamb (9.) fanden aus guter Position aber keinen Weg am starken Felix Brückmann vorbei. 

AEV verzweifelt an Brückmann

Auch bei numerischer Gleichzahl war der AEV nun besser. Detsch (12.) und Stieler (13.) vergaben aber. Zudem ließ Matt White die beste Gelegenheit aus, als er alleine auf Brückmann zulief, aber scheiterte (14.). 

Von Wolfsburg war offensiv wenig zu sehen. Eine gute Möglichkeit von Tyler Haskins nach einem Konter entschärfte Boutin (12.).

Im zweiten Drittel gestaltete sich die Partie zu Beginn etwas ausgeglichener, aber die Panther hatten auch im Mittelabschnitt ein Chancenplus: Stieler (27.) und Jaroslav Hafenrichter bei einer Doppelchance (29.) fanden jedoch ihren Meister erneut in Brückmann. 

Mulock trifft den Pfosten

Zudem setzte Mark Cundari den Puck freistehend aus zwei Metern neben das Tor (33.). Sekunden später hatte der AEV allerdings großes Glück, als Tyson Mulock bei einem Konter nur den Pfosten traf (34.). 

Nach zwei torlosen Dritteln mussten die Zuschauer im dritten Abschnitt nicht lange auf den ersten Treffer warten. 

Trevelyan erkämpfte sich in der neutralen Zone die Scheibe, fuhr ins Wolfsburger Drittel und bediente in der Mitte den mitgelaufenen Stieler. Und dieser ließ nicht lange bitten, zimmerte den Puck mit der Rückhand unter die Latte und brachte den AEV in Führung (41.). 

Stieler mit dem ersten Treffer 

Nur Sekunden nach dem Treffer hatte Christian Kretschmann sogar das 2:0 auf dem Schläger, aber wieder einmal parierte Brückmann mit dem Schoner herausragend (42.).  

Die Grizzlys spielten nun auch nach vorne und drängten auf den Ausgleich. Die Defensive der Panther stand aber gut. Boutin parierte zudem bei einem verdeckten Schuss von Jeremy Dehner stark (52.). In Überzahl hatten die Panther dann zweimal die große Chance, nachzulegen. Die beste Möglichkeit von Lamb konnte die Wolfsburger Verteidigung aber blocken (54.)

Bei vier gegen vier traf der AEV aber doch. Trevelyan erkämpfte sich unwiderstehlich den Puck, bediente Trupp, der diesen technisch fein per Tip-In ins Kreuzeck wuchtete (57.).

Trupp legt nach - Wolfsburg schlägt zurück

Das Spiel schien entschieden, aber Wolfsburg antwortete sofort. In Überzahl ging Brückmann vom Eis und mit sechs gegen vier verkürzten die Gäste. Gerrit Fauser bediente Furchner im Slot, der unhaltbar zum 2:1 abfälschte (58.).

Und die Grizzlys blieben dran. Wieder war Brückmann vom Eis und wieder klingelte es im Augsburger Tor, als die Pantherdefensive Aubin völlig übersah und dieser den Puck zum Ausgleich über die Linie stocherte (59.).


Der AEV hatte dennoch noch die Chance auf drei Punkte, als man ein weiteres Powerplay zugesprochen bekam. Brückmann verhinderte Sekunden vor Schluss mit einem unglaublichen Reflex aber den dritten Augsburger Treffer nach einer Trupp-Direktabnahme (60.).

Cundari besorgt den Extrapunkt

In der Overtime hatten beide Teams Chancen auf den Sieg, aber es ging ins Penaltyschießen. Dort legte Aubin vor, aber Parkes gelang der Ausgleich und schließlich sicherte Cundari mit seinem Penalty dem Stewart-Team den verdienten Extrapunkt.

Für die Panther geht es nun mit zwei Auswärtsspielen im Norden Deutschlands weiter. Am Sonntag tritt der AEV ab 14:00 Uhr bei den Eisbären Berlin an. Am darauffolgenden Freitag geht es in Bremerhaven bei den Fischtown Pinguins um Punkte. 

Foto: Sport in Augsburg